Schiedsgutachten

Streit, Eskalation & Zerrüttung bringen einen selten näher ans gewünschte Ziel und den erwarteten Nutzen.

Wenn Uneinigkeiten über inhaltliche Aspekte eines IT-Projektes herrschen, ist oftmals die fachmännische Sicht von Außen das  Korrektiv um einen Konflikt konstruktiv und für den eigentlichen Nutzen optimal und zielgerichtet aufzulösen. Schiedsgutachten werden aufgrund einer vorherigen Vereinbarung (Klausel im Vertrag, Beispiel unter Downloads) der streitenden Parteien angefertigt, wenn Probleme nicht mehr unter den Parteien eigenständig gelöst werden können.  §=>WU-Co<=§

Sofern eine Schiedsgutachtenabrede (ladbarer Muster-Vorschlag) im Vertrag enthalten ist, sind die Ergebnisse des Verfahrens für die Parteien bindend und rechtsverbindlich. Ziel ist es, dass der von beiden Seiten akzeptierte Sachverständige in Form eines Schiedsgutachtens eine Einigung herbeiführt ohne lange Verfahrenzeiten, starre Verfahrensformen und ohne das Gerichte bemüht werden müssen.
Eine Schiedsgutachtenentscheidung lässt - obwohl im Regelfall verbindlich - im Einzelfall die gerichtliche Überprüfung offen, sofern grobe Fehler erkennbar sind oder Verletzungen des Schiedsgutachtenvertrages vorliegen.


Diese fachliche (nicht juristische) Schiedsrichterfunktion ist nachweislich erfolgversprechend, da hier den Parteien ein Weg angeboten wird, durch eigenes Mitwirken, ohne Prozessrisiken, lange Laufzeiten und hohe Verfahrenskosten den Konflikt zu entschärfen und den Streit auf das technisch notwendige zu beschränken. Bei einem Schiedsgutachten ist die formaljuristische Begleitung durch Anwälte der Parteien (entsprechend dem Schiedsgericht) unüblich, da primär technische Sachverhalte zu beurteilen sind.  §=>WU-Co<=§

Das Honorar für einen Schiedsgutachter kann - wie bei privaten Aufträgen -  zum Zeitpunkt der Vertragsschließung (Schiedsgutachtenvereinbarung) festgelegt werden (Stundenbasis). Der eigentliche Schiedgutachten-Vertrag wird aber erst wirklich geschlossen, wenn tatsächlich ein Schiedsgutachter angerufen und ernannt wird. Da dies durchaus stark zeitversetzt zur Vertragsschließung erfolgen kann, ist die vorherige Fixierung des Honorars nicht zweckmäßig. Im Regelfall  (bei den meisten Verträgen) wird diese Sicherung niemals benötigt, damit werden also vorweg auch keine Kosten erzeugt.  Trotzdem hat man oftmals den Zusatznutzen, dass durch die Anwesenheit der Klausel, die Sorgfalt, Genauigkeit und Mühe bei der Vertragsabwicklung beidseitig positiv beeinflusst wird.

Sollte es trotz aller Sorgfalt einmal zur Anrufung des Schiedsgutachters kommen, sind Aufwandsabrechnungen für Zeiteinheiten der Bearbeitung (Stunden, die nachgewiesen sein sollten) als Honorar üblich. 

In den überwiegenden Fällen sind diese Kosten deutlich günstiger als alle Aufwendungen (Zeit & Geld) in einem Rechtsstreit.

Ein großer Vorteil des Verfahrens ist die gewonnene (kalkulierbare) Zeit, zudem bleibt  das Verhältnis zwischen den Beteiligten oft intakt oder es kann befriedet werden.

Eine Schlichtung kann in Einzelfällen zunächst informell vorgeschaltet sein und sowohl unter den Parteien eigenständig als auch unter Hilfe des Sachverständigen erfolgen, um primär das Streitpotenzial zu entspannen und die Schnittmengen auszuloten. §=>WU-Co<=§

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Ein Schiedsgerichtsverfahren hingegen ist formell und muss mit juristischer Begleitung ablaufen, da Verfahren der Prozessordnung Anwendung finden. Schiedsgerichte bestehen aus mindestens 3 Personen. Der Schiedsspruch des Schiedsgerichts erhält verbindlichen Charakter und dies wird zu Beginn des Verfahrens bereits durch die beteiligten Parteien anerkannt.  Ein technischer Sachverständiger ist dabei in der Regel ein Beisitzer des Schiedsgerichts, kann das Verfahren aber nie allein betreiben.

Das Zeichen für Sachverstand
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