Sachverständigengutachten


Es gibt zwei unterschiedliche Auftragsarten, die ein Sachverständiger auch hinsichtlich der Bearbeitung unterscheiden muss:

  1. Gutachten für öffentliche Auftraggeber (meist Justizbehörden)
  2. Gutachtenaufträge auf privater Basis (Unternehmen, Versicherungen)

Öffentliche Aufträge nach JVEG. Diese Art der Begutachtung wird im Auftrag eines Gerichtes oder z.B. der Staatsanwaltschaft durchgeführt. Sachverständigenbeweis wird im Zivilprozess von den Verfahrensparteien (Rechtsanwälten) eines Rechtsstreits beantragt und dann übers Gericht über einen vorgeschlagenen oder durch die IHK benannten Sachverständigen zur Umsetzung gebracht. Wenn der Auftraggeber das Gericht ist, wird für den Sachverständigen ein Beschluss mit Feststellungsfragen erlassen. Der so genannte Beweisbeschluss formuliert den Auftragsgegenstand für den Sachverständigen. Ohne Rücksprache mit dem Gericht darf nicht außerhalb dieser Beweisfragen Sachverständigen etwas zusätzlich erhoben oder beantwortet werden. 

Bei Staatsanwaltschaften (Ermittlungsverfahren) oder Strafverfahren wird der Auftrag an den Sachverständigen entweder durch die ermittelnden Beamten, dem Staatsanwalt oder dem Richter mitgeteilt. §=>WU-Co<=§

Das Honorar richtet sich nach individuellen Vereinbarungen oder üblicherweise nach dem Zeugen und Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG) und wird im wesentlichen entsprechend den aufgewendeten Stunden und der Honorargruppe berechnet. Anfänglich findet meist eine Schätzung des voraussichtlichen Aufwandes statt, die dann in Form eines Vorschusses bei der Gerichtskasse eingezahlt wird.

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Im Privaten Bereich sind Gutachtenaufträge nicht selten auch Beratungsdienstleistungen, weil gerade die umfassende sachverständige Sichtweise neben den Kernfarge  eine große Rolle spiel. Die Auftraggeber haben zwar einen konkreten Anlass mit Fragen hieraufbezogen, um auf die Hilfe eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen zu bauen, anderseits wird stets begrüßt und meist erwartet, dass man eine

vollständige Problemanalyse und Umfeldeinschätzung betreibt, um eben auch das eventuell schlafende (bisher nicht erkannte) Risiko aufgrund des Erfahrungsschatzes des Sachverständigen identifizieren zu können.

Oft ahnen die Auftraggeber auch bereits, dass eventuell ein Rechtsstreit drohen könnte und brauchen deshalb ein solides Faktenfundament, um ggf. Ansprüche abwehren zu können.

Dabei sollten alle Auftraggeber nicht vergessen, dass eine außergerichtliche Einigung (z.B. auf Basis eines Schiedsgutachtens) einen unwiederstehlichen Charme in dreierlei Hinsicht hat:

  • es spart imens an Zeit und damit Kosten und
  • es wird an dem tatsächlichen (technischen) Problemen gearbeitet, mit dem Ziele den vollen Nutzen herzustellen und
  • die temporären Streitparteien können im Regelfall ihre Geschäftbeziehung aufrecht erhalten.

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Wichtig ist dabei, dass die Vertragspartner bereits in der Euphoriephase die Sicherung ihrer gemeinsamen Projekte in Form einer einvernehmlichen Regelung mit ins Vertragswerk aufnehmen. Dies strahlt zusätzlich Kompetenz aus und kostet zunächst nichts. Die Schiedsgutachterklausel oder –vereinbarung ist damit gemeint. Sollten dann im Verlauf der Realisierung oder Betriebspahase eines Projektes tatsächlich unüberbrückbare Differenzen entstehen, kann man die Vereinbarung als neutralen Rückzugspunkt zur objektiven Klärung des Sachverhaltes nutzen. Erst jetzt entstehen Kosten, durch den Einsatz eines öffentlich und vereidigten Sachverständigen, der das Schiedsgutachterverfahren führt. Eine Konzentration auf die technischen Differenzen ist damit verbunden und eine Zerrüttung der Geschäftsbeziehung kann sehr oft vermieden werden.

 

Ein möglicher Vorschlag, wie so etwas aussehen kann, wird von mir unter Downloads zur Selbstanpassung angeboten.

Das Zeichen für Sachverstand
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